Neue Einfachheit

Zu viele Informationen, zu viele Angebote, zu viel Interaktion, zu viel Reporting, zu viele Möglichkeiten… Die Komplexität explodiert, und wir verstehen immer weniger, was um uns herum passiert. Längst ist erwiesen, dass Menschen ein Übermass an Wahlfreiheit als Belastung empfinden. Es wächst der Wunsch nach Einfachheit.

Ratgeber mit Titeln wie «An Idiot’s Guide to…», «…for Dummies», «Simplify…» boomen. Barry Schwarz’ Buch «The Paradox of Choice: Why more is less» (2003) zählt bereits zu den Klassikern der Managementliteratur. Und Stelios Haji-Ioannou hat seit der Gründung von easyJet 1995 eine ganze Serie von Unternehmen aufgebaut, die Optionen reduzieren und einfache Lösungen anbieten: easyHotel, easyCar, easyMoney, easyJobs, easyMusic, easyMobile und easyOffice.Heute geht die Entwicklung weiter. Durch die immer dichtere Vernetzung von Menschen, Dingen und Orten erreicht die Komplexität eine neue Stufe. Mit wachsender Vielfalt und immer mehr Nischen steigt die Qual der Wahl. Darum müssen Unternehmen jetzt mehr denn je mit Gegen- und Vereinfachungsstrategien reagieren. So überrascht nicht, dass derzeit allenthalben neue Konzepte und Angebote zur Vereinfachung auftauchen.

¡Menos es más!
Zahlreiche Nahrungsmittelhersteller kommunizieren immer lauter, was in ihren Produkten alles nicht drin ist. Zu Recht, wie die Marktforscherin Lynn Dornblaser meint: «Wenn Konsumenten den Namen einer Zutat nicht aussprechen können, wollen sie sie auch nicht.» Der Ernährungspapst Michael Pollan rät in seinem Bestseller «In Defense of Food: An Eater’s Manifesto» denn auch, keine Produkte mit mehr als fünf Zutaten zu kaufen. Die Botschaft ist bei Häagen-Dazs angekommen, das neue Eis « Five» mit nur fünf Ingredienzen verkauft sich sehr erfolgreich. Aber auch bei andern Anbietern wirdReduktion zum Programm: Campbell bietet seine beliebteste Suppe neu mit weniger Zusätzen an, Starbucks braucht für sein Bananebrot nur noch zehn statt 15 Zutaten, eine neue Bisquit-Linie von Midor wirbt mit «ohne» (Farbstoffe, Konservierungsmittel, künstliche Aromen), und Coca-Cola Spanien hat einen Fruchtsaft mit dem Namen «menos es más» lanciert. Der soll nicht schöner, besser oder gesünder machen, sondern schlicht: den Durst stillen.

Komplexität killt Diät
Je komplizierter eine Diät, um so schneller wird sie abgebrochen. Zu diesem an sich wenig überraschenden Ergebnis kam jüngst eine wissenschaftliche Untersuchung. Das Max Planck Institut für Ernährungsforschung und die Indiana-Universität in Bloomington beobachteten knapp 400 Frauen, die entweder eine «Brigitte»- oder eine Weight-Watchers-Diät machten. Ergebnis: Die «Brigitte»-Diät mit ihren einfachen Regeln schnitt deutlich besser ab als das kompliziertere Weight-Watchers-Punktesystem. Denn komplexe Diäten sind zwar flexibler, verlangen von den Teilnehmern aber, dass sie sich Daten der konsumierten Lebensmittel merken und sie verknüpfen. Das schaffen nur wenige Diätwillige, selbst Menschen mit grossem Ehrgeiz und Disziplin halten ein anspruchsvolles Diätkonzept oft nicht durch. – Auf Unternehmen übertragen, müsste demnach jedes Mitarbeiter-, Kunden- oder Change-Management-Programm zum Scheitern verurteilt sein, wenn es komplexer ist als eine «Brigitte»-Diät. 

Kompletter Artikel hier: http://gdi.ch/sites/default/files/pdf/GDI-Trendradar_1_10_Einfachheit.pdf

CREATIVE THINKING DAYS @ GDI

GDI

Seminar “Strukturierte Kreativität und Innovation” und “Six Thinking Hats” im Frühjahr und Herbst im Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) bei Zürich.

1. und 2. September  2010 (ZÜRICH)
Zweitagesseminar “Strukturierte Kreativität und Innovation” im Rahmen der CREATIVE THINKING DAYS in Zusammenarbeit mit BWI Management Weiterbildung der ETH Zürich. Alle Informationen zum Anlass im Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) in Zürich Rüschlikon.

3. September 2010 (ZÜRICH)
Tagesseminar “Six Thinking Hats” nach Edward de Bono mit lizensierten original Seminarunterlagen in Zusammenarbeit mit BWI Management Weiterbildung der ETH Zürich. Mehr Informationen zum Seminar. Anmeldung direkt bei info@denkmotor.com.

Cert. Innovation Manager

Informationsveranstaltung am SIB zum neuen Lehrgang “Certified Innovation Manager SIB”.
13. September 2010, 18.00 – 19.00 Uhr, Lagerstrasse 5, 8021 Zürich
Hier können Sie sich für den Informationsanlass anmelden.

Meeting Cost Timer für iPhone und iPad

Der Meeting Cost Timer zeigt einfach und transparent die auflaufenden Kosten Ihres Meetings!

Der für das iPhone und iPad konzipierte Timer multipliziert die Anzahl Sitzungsteilnehmer mit dem durchschnittlichen Stundenlohn. Und auf einmal dauern die Sitzungen weniger lang!

Zu kaufen direkt bei iTunes unter “Meeting Cost Timer” oder als Desktop Version gratis auf unserer Website.

Meetings können auch mit der Six Thinking Hats Methode effizienter durchgeführt werden.

Rezensionen Innovationsmanagement

Hier finden Sie aktuelle Rezensionen des neuen Buchs “Innovationsmanagement – In 6 Phasen von der Idee zur Umsetzung” von Denkmotor.

Das Buch gibt es auch als eBook

Simplicity: Gesetze der Einfachheit

Abendreferat am 8. April 2010 im Technopark Zürich. Wie man zu einfachen Produkten, Dienstleistungen und Prozessen kommt.

Lernen Sie die Gesetze der Einfachheit kennen und wie Sie diese auf Ihr Unternehmen transferieren können. Einfaches ist meist erfolgreich!

Ort: Technopark Zürich
Datum: 8. April 2010

Zeit: 18.30 Uhr – 19.30 Uhr
Anmeldung direkt über das Insitut für Jungunternehmer (IFJ)
Der Anlass ist gratis.

Good Morning Creativity!

Lernen Sie die Six Thinking Hats Methode am frühen Morgen bei Kaffee und Gipfeli kennen.

Freitag 26. März 2010, 07.30 – 08.15 Uhr, Technopark Zürich

Wir geben Ihnen einen kurzen Einblick in die Six Thinking Hats Methode  für effiziente und zielorientierte Meetings. Mit den Six Thinking Hats wird eine Themenstellung aus allen Blickwinkeln betrachtet. Damit werden im Team in kürzerer Zeit bessere Ergebnisse erzielt.

Der Anlass ist gratis. Anmeldung bitte telefonisch oder per Email.

Neue Xing-Gruppe

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Denkmotor moderiert die neue Xing-Gruppe “Swiss Association for Creativity and Innovation”. Infos unter https://www.xing.com/net/swissinnovation/

Neues Buch Innovationsmanagement

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Das neue Buch aus der Denkmotor Küche  “Innovationsmanagement – Die 6 Phasen von der Idee zur Umsetzung” ist ab sofort über Amazon bestellbar. Hier geht es ab zur Bestellung: http://www.amazon.de/Innovationsmanagement-Phasen-Umsetzung-Leitfaden-Praktiker/dp/3869360151/ref=sr_1_3?ie=UTF8&s=books&qid=1255683235&sr=1-3

Kurzinterview mit Edward de Bono

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Denkmotor traf den Kreativitäts-Guru Dr. Edward de Bono am 18. September2009 in Berlin. Wir stellten ihm drei kurze Fragen:

Denkmotor: “Was ist wichtig, wenn wir über kreatives Denken sprechen?”

Edward de Bono: “Wichtig ist zu verstehen, dass kreatives Denken einen Nutzen generieren muss. Also nicht nur anderes sein, sondern es muss einen echten Nutzen stiften.”

“Hat die schnell lebige Welt mit Internet, Mobiltelefonie und Wikipedia unsere Denkfertigkeit verbessert oder verschlechtert?”

“Eher verschlechtert. Searching is not thinking!”

“Sie haben unterschiedliche Denkwerzeuge entwickelt. Welches ist Ihrer Meinung nach das wichtigste?”

“Wenn wir von Bekanntheit sprechen, dann sicher die Six Thinking Hats. In den USA werden seit kurzem Geschworene auf der Six Hats Methode ausgebildet. Wenn wir von kreativem Denken sprechen, dann sicher die PO (Provokative Operation) und Random Input Methode.”

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